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Die molekularen Determinanten, die die topografisch eingeschränkte Verteilung von Nervenzellen im Säugetier-CNS steuern, sind weitgehend unbekannt. Im Maus sind die myelinbildenden Oligodendrozyten unterschiedlich entlang der Axone von retinalen Ganglienzellen verteilt. Diese Axone sind intraretinal und im proximalsten (d.h. retinalen) Teil des Sehnervs myelinefrei, werden aber im distalen (d.h. chiasmalen) Teil des Sehnervs myelinisiert. Tenascin-Protein und mRNA sind in erhöhten Mengen am retinalen Ende des sich entwickelnden Sehnervs vor dem Eintreffen der Oligodendrozyten-Vorläuferzellen nachweisbar und sind auf diesen Bereich im erwachsenen Sehnerv beschränkt. Tenascin ist ein nicht haftendes Substrat für Oligodendrozyten und ihre Vorläuferzellen in vitro, wenn es als Substrat im Vergleich zu Polyornithin angeboten wird. Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass Tenascin entscheidend für die Etablierung und Erhaltung der eingeschränkten Verteilung von myelinbildenden Oligodendrozyten entlang der Axone von retinalen Ganglienzellen der Maus ist.
Bartsch et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.