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Psychologische Modelle der zeitlichen Abwertung haben nun erfolgreich die klassische Wirtschaftstheorie verdrängt, und zwar aus dem einfachen Grund, dass viele gängige Verhaltensmuster, wie Impulsivität, mit klassischen Modellen nicht erklärbar waren. Das jetzt dominierende hyperbolische Modell der Abwertung gerät jedoch selbst zunehmend unter Druck. Zahlreiche Faktoren sind aufgetaucht, die die Abzinsungssätze verändern, ohne dass es möglich wäre, die verschiedenen Einflüsse in die standardisierten hyperbolischen Modelle zu integrieren. Darüber hinaus entstehen unterschiedliche Literaturen, die theoretische Konstrukte vorschlagen, die scheinbar unabhängig von hyperbolischer Abwertung sind. Wir argumentieren, dass, obwohl die hyperbolische Abwertung ein äußerst nützlicher quantitativer Maßstab für die Abwertung ist, sie als beschreibendes psychologisches Modell der kognitiven Prozesse, die intertemporale Präferenzen erzeugen, versagt. Stattdessen schlagen wir vor, dass jüngste Beiträge aus der kognitiven Neurowissenschaft einen Weg zur Entwicklung eines allgemeinen Modells der zeitlichen Abwertung aufzeigen. Neue Daten deuten auf eine Möglichkeit hin, wie neurowissenschaftlich basierte Theorien sowohl die vielfältigen empirischen Daten zu Zeitpräferenzen integrieren als auch scheinbar disparate theoretische Modelle, die Einfluss auf Zeitpräferenzen haben, zusammenführen können.
Bos et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.
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