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ZIEL: Die Testosterontherapie gegen Osteoporose wurde bei Frauen aufgrund ihres Potenzials zur Verursachung einer Vermännlichung nicht umfassend untersucht. Weiblich-zu-männliche Transsexuelle sind genetische Frauen, die unter Geschlechtsdysphorie leiden und daher supraphysiologische Dosen von Testosteron einnehmen, um vom weiblichen zum männlichen Phänotyp zu wechseln. Ziel dieser Studie ist es, die Auswirkungen der Testosteronbehandlung auf das genetische weibliche Skelett zu untersuchen. PATIENTEN UND DESIGN: Eine Gruppe von 15 weiblich-zu-männlichen Transsexuellen wurde prospektiv über einen Zeitraum von 2 Jahren beobachtet. Die Probanden hatten ein Durchschnittsalter von 37,0 +/- 3,0 Jahren. Alle Probanden verabreichten sich Testosteronester intramuskulär in einer mittleren wöchentlichen Dosis von 70,7 +/- 4,5 mg. MESSUNGEN: Bei den Probanden wurden die Knochendichtewerte (BMD) durch duale Röntgenabsorptiometrie (DXA) des Femurhalses und der Wirbelsäule (L2-L4) in 12-Monats-Abständen erfasst. Sie wurden Bestimmungen von Serum-Östradiol, Testosteron, löslichem RANKL (sRANKL), Osteoprotegerin (OPG) und Urin N-Telopeptid (NTX) zum Zeitpunkt der Einschreibung und am Ende von 2 Jahren durchgeführt. Ergebnisse: Es gab einen signifikanten positiven Anstieg der mittleren BMD von 7,8% am Femurhals und einen nicht signifikanten Anstieg der mittleren BMD von 3,1% an der Wirbelsäule über 2 Jahre. Die Testosteronwerte erreichten den oberen Normalbereich für Männer, und die Östradiolwerte fielen in den postmenopausalen Bereich. Die sRANKL-Werte nahmen signifikant bei weiblich-zu-männlichen Transsexuellen ab, die neu mit der Testosterontherapie begonnen hatten. Es gab keine signifikante Veränderung bei Urin NTX oder serum OPG während der Studie. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Wir schließen daraus, dass supraphysiologische Testosterontherapie die BMD an der Hüfte erhöht und die BMD an der Wirbelsäule bei weiblich-zu-männlichen Transsexuellen aufrechterhält. Die Auswirkungen von Testosteron könnten das Ergebnis des direkten Wirkens von Testosteron-Hormon auf den Knochen oder indirekt durch Aromatisierung zu Östradiol sein. Niedrigere RANKL-Werte in Verbindung mit unveränderten OPG-Werten führen zu einem erhöhten OPG/RANKL-Verhältnis, das für den Knochen vorteilhaft sein könnte, indem es die Osteoklastogenese hemmt.
Turner et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.