Unbehandelte arterielle Hypertonie bei 20 Männern war mit signifikanten Defiziten in der allgemeinen neuropsychologischen Funktionierung, einschließlich langsamerer Reaktionszeiten, im Vergleich zu 20 normotensiven Kontrollen verbunden.
Fall-Kontroll-Studie (n=40)
Zwanzig neu diagnostizierte, unbehandelte hypertonische Männer (diastolischer Blutdruck über 105 mm Hg) und 20 normotensive Kontrollen erhielten ein neuropsychologisches Testprogramm, das Tests allgemeiner, globaler Funktionen (z. B. Reaktionszeit und vollständiger IQ) sowie spezifischer Funktionen (z. B. Sprach- und visuell-räumliche Fähigkeiten) umfasste, die empfindlich auf fokale Schäden reagieren. Tests spezifischer Fähigkeiten zeigten keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Im Gegensatz dazu wiesen die Tests zur allgemeinen neuropsychologischen Funktionierung ein Defizit bei den Hypertonikern auf, die bei dem Reaktionszeit-Test signifikant langsamer waren und eine kürzere Ziffernspanne in aufsteigender Reihenfolge hatten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass arterielle Hypertonie mit einer Beeinträchtigung von Wachsamkeit und Aufmerksamkeitsspanne verbunden ist. Zukünftige Forschungen werden klären, ob diese Beeinträchtigung mit den diffusen pathologischen Veränderungen im Gehirn von hypertensiven Probanden oder mit einer eher "funktionalen" Veränderung (z. B. reduziertem zerebralen Blutfluss) assoziiert ist.
Boller et al. (Tue,) führten eine Fall-Kontroll-Studie zur Hypertonie (n=40) durch. Hypertonie vs. normotensive Kontrollen wurde anhand der neuropsychologischen Funktionierung (allgemeine und spezifische Funktionen) evaluiert. Unbehandelte arterielle Hypertonie bei 20 Männern war mit signifikanten Defiziten in der allgemeinen neuropsychologischen Funktionierung, einschließlich langsamerer Reaktionszeiten, im Vergleich zu 20 normotensiven Kontrollen verbunden.