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Eine Studie wurde über die genetische Beziehung zwischen humanen T-Zell-lymphotropen Retroviren und dem Visna-Virus durchgeführt. Die humanen T-Zell-lymphotropen Viren umfassen sowohl die mit T-Zell-Malignitäten assoziierten (HTLV-I und HTLV-II) als auch den etiologischen Erreger des erworbenen Immunschwäche-Syndroms (HTLV-III). Das Visna-Virus, ein langsam replizierendes und pathogenes, aber nicht-onkogenes Retrovirus von Schafen, ist ein Mitglied der Unterfamilie Lentivirinae. Ergebnisse, die durch molekulare Hybridisierung und Heteroduplexanalyse erhalten wurden, deuteten darauf hin, dass ein größerer Umfang an Nucleotidsequenzhomologie zwischen HTLV-III und dem Visna-Virus besteht als zwischen HTLV-III und einem der anderen Viren. Die unter Bedingungen niedriger Stringenz beobachtete Homologie umspannt das gesamte Genom, war jedoch im gag/pol-Bereich am stärksten. Die Morphogenese und Feinstruktur von HTLV-III und dem Visna-Virus zeigten ebenfalls auffällige Ähnlichkeiten. Die Daten liefern starke Hinweise auf eine enge taxonomische und somit evolutionäre Beziehung zwischen HTLV-III und der Unterfamilie Lentivirinae.
Gonda et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.