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Eisen spielt eine zentrale Rolle bei der Produktion von gewebezerstörenden reaktiven Sauerstoffmetaboliten. Unser Ziel ist es, die anti-inflammatorische Aktivität von Deferipron, einem oralen Eisenchelator, in experimenteller Kolitis und Gastritis zu bestimmen. Kolitis wurde durch intrazökale Verabreichung von 2 ml 5% Essigsäure oder durch intrakolonische Verabreichung von 0,1 ml 3% Iodoacetamid induziert, mit oder ohne gleichzeitige Behandlung mit Deferipron. Gastritis wurde durch intragastrische Verabreichung von Ethanol oder Salzsäure (HCl) sowie durch subkutane Injektion von Indomethacin induziert, mit und ohne Deferipron. Ratten wurden 24 Stunden nach Essigsäure und Iodoacetamid, 30 Minuten nach Ethanol, eine Stunde nach HCl und drei Stunden nach Indomethacin-Therapie getötet. Der Dickdarm oder Magen wurde isoliert, makroskopische Schäden wurden gemessen, und Schleimhautproben wurden entnommen, um die Bildung von Eicosanoiden, Myeloperoxidase (MPO) und Stickstoffmonoxid-Synthase (NOS) Aktivitäten zu bestimmen. Deferipron verringerte die durch Iodoacetamid und Essigsäure induzierten makroskopischen Dickdarmschäden um 67% bzw. 69% und die makroskopischen Magenschäden um 91%, 68% und 46% die durch Ethanol, HCl und Indomethacin induziert wurden. Die Wirkung von Deferipron war begleitet von einer signifikanten Abnahme der MPO- und NOS-Aktivitäten im Dickdarm und Magen sowie der PGE2-Bildung im Dickdarm in den Modellen mit Essigsäure, Ethanol und Indomethacin, während im Iodoacetamid- und HCl-Modell eine Abschwächung des Rückgangs der PGE2-Bildung zu beobachten war. Deferipron hat eine schützende Wirkung bei experimenteller Kolitis und Gastritis, wahrscheinlich aufgrund der verringerten Produktion von eisenabhängigen sauerstofffreien Radikalen. Orale Eisenchelatoren könnten einen neuartigen Ansatz zur Verbesserung gastrointestinaler Entzündungsstörungen darstellen.
Ablin et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
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