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Die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen ist in Europa Gegenstand hitziger Debatten gewesen. Die 2009 erlassene Richtlinie über erneuerbare Energien (RED) führte Kriterien ein, die bestimmen sollen, ob Biokraftstoffe nachhaltig sind. Diese Kriterien, die sich auf den Grad der Treibhausgasemissionen und die Art der Flächen beziehen, die zur Produktion von Biokraftstoffen verwendet werden, sollen durch Zertifizierungssysteme umgesetzt werden, die private Unternehmen und öffentliche Einrichtungen (ob national oder europäisch) miteinander verbinden. Unter Verwendung aktueller Arbeiten aus der Marktsoziologie betrachte ich diese Nachhaltigkeitsprogramme als Agenturen, eine Perspektive zum Studium der Konstruktion eines Marktes für nachhaltige Biokraftstoffe und zur Analyse der europäischen Integration. Ich konzentriere mich auf das Massenbilanzsystem, das dazu dient, den Umlauf von als nachhaltig qualifizierten Biokraftstoffen zu verfolgen und einen Kompromiss darstellt, der zu Lasten weitreichender Unsicherheiten und Schwierigkeiten umgesetzt wird. Die europäische politische und wirtschaftliche Organisation steht im Mittelpunkt der Diskussionen über das Ausmaß der Kontrolle, die durch die Nachhaltigkeitsprogramme aufgrund des Massenbilanzsystems ausgeübt wird, und eine Politik der Subsidiarität sowie eine Politik der Harmonisierung stehen beim Aufbau eines europäischen Marktes für nachhaltige Biokraftstoffe im Mittelpunkt. Die Beschreibung der Agenturen, die die europäischen Märkte für nachhaltige Biokraftstoffe organisieren, weist auf die Bedeutung der Koexistenz als wirtschaftliche und politische Operation hin.
Brice Laurent (Fr,) hat diese Frage untersucht.
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