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HINTERGRUND/ZIELE: Die Differenzierung zwischen benigner obstruktiver Ikterus und malignem obstruktivem Ikterus bleibt trotz Verbesserungen in den diagnostischen Methoden schwierig. Ziel dieser Studie ist es, die Nützlichkeit der Verteilung der roten Blutkörperchen (RDW) zur Differenzierung benigner und maligner Ursachen des obstruktiven Ikterus zu bewerten. METHODIK: In der Zeit von Januar 2008 bis August 2009 wurden einhundertvierundneunzig aufeinanderfolgende Patienten (101 maligne, 93 benigne) mit einer Vorgeschichte von obstruktivem Ikterus überprüft. Die Definition biliärer Strikturen wurde durch cholangiographische Merkmale vorgeschlagen und durch Bürstenzytologie, Feinnadelaspiration (FNA) und das Vorhandensein von Tumoren oder Metastasen mittels Bildgebung und/oder klinischer Nachverfolgung unterstützt. Die Patienten wurden basierend auf der Entlassungsdiagnose in zwei Gruppen unterteilt: benigne und maligne. ERGEBNISSE: Die Analyse der Receiver Operating Characteristic zeigte, dass ein RDW von 14,8 % der beste Grenzwert zur Vorhersage einer malignen biliären Striktur mit einer Sensitivität von 72 % und einer Spezifität von 69 % war (AUC=0,755, 95 % CI=0,649-0,810). RDW war bei 31,6 % der benignen Fälle und 68,4 % der malignen Fälle erhöht (>14,8 %). Depressive RDW-Werte (<14,8 %) wurden bei 72,9 % der benignen Fälle und 27,1 % der malignen Fälle gefunden, was statistisch signifikant war (p<0,001). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Unsere Ergebnisse zeigen, dass RDW nützlich ist bei der Differenzierung benigner von malignen Ursachen der biliären Obstruktion, wenn ein optimierter Grenzwert verwendet wird. Bei Patienten, bei denen eine biliäre Obstruktion vermutet wird, kann ein erhöhter RDW-Wert ein verlässlicher zusätzlicher Prädiktor zur Differenzierung der zugrundeliegenden Ätiologie der biliären Obstruktion sein.
Beyazıt et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.