Zusammenfassung: Wir präsentieren eine Datenbank von 12 schnellen, vorwärts gerichteten interplanetaren (IP) Stößen, die zwischen 2006 und 2014 in situ von radial ausgerichteten Raumfahrzeugen (Venus Express, Wind, und/oder STEREO) beobachtet wurden. Durch die Analyse der magnetischen Kompressionsverhältnisse der Stöße bei unterschiedlichen heliozentrischen Abständen, die als gemeinsamer Proxy für die Stoßstärke dienen, fanden wir heraus, dass fünf Ereignisse einen Rückgang der Stoßstärke von Venus (bei ∼0,72 AU) zu 1 AU zeigten, fünf Ereignisse keine signifikante Veränderung innerhalb der Messunsicherheiten aufwiesen und zwei Ereignisse eine Zunahme nahe 1 AU im Vergleich zu Venus zeigten. Ereignisse, die eine erhöhte Kompression mit der Entfernung aufwiesen, könnten spezifische interplanetare Bedingungen widerspiegeln, die die Stoßausbreitung und -entwicklung beeinflussen. Um die Ursachen der Verstärkung der Stöße zu untersuchen, führten wir eine detaillierte Fallstudie des Stoßereignisses vom 18. bis 21. März 2011 durch, bei der eine Kombination aus multipoint Fernerkundung und in situ Beobachtungen verwendet wurde. Die Analyse deutete darauf hin, dass sowohl der Stoß als auch die damit verbundene interplanetare koronale Massenauswurf (ICME) während ihrer Ausbreitung beschleunigt wurden, was wahrscheinlich eine wesentliche Rolle bei der Verstärkung der magnetischen Kompression über den Stoß und beim Anstieg der Stoßstärke nahe 1 AU spielte. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Kinematik von ICME für die Steuerung der Stoßentwicklung im inneren Heliosphärenbereich. Die in dieser Studie zusammengestellte Datenbank zu multiplen Raumfahrzeugstößen bietet zudem eine wertvolle Grundlage zur Charakterisierung der radialen Entwicklung von IP-Stößen in der inneren Heliosphäre.
Wang et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.