Ziele: Menschen mit psychischen Erkrankungen können niedrige Aktivitätsniveaus, geringes Selbstwertgefühl, Einsamkeit und soziale Abgekapseltheit erfahren. Diese Pilotstudie untersuchte die kurzfristigen Vorteile der Teilnahme an Bauchtanzkursen für die mentale und physische Gesundheit. Methoden: Teilnehmer wurden in eine von zwei Tanzgruppen rekrutiert; jede Gruppe hatte maximal 12 Personen. Sie besuchten vier wöchentliche einstündige Kurse, füllten Fragebögen zu Beginn und nach 4 Wochen aus und nahmen an Gruppendiskussionen nach jeder Stunde teil. Ergebnisse: Einundzwanzig Frauen nahmen teil, im Alter von 19 bis 87 Jahren. Zu Beginn gaben 52,4 % an, ihre aktuelle mentale Gesundheit und ihr Wohlbefinden als sehr gut oder ausgezeichnet zu bewerten, was nach 4 Wochen auf 66,7 % anstieg, und acht Teilnehmerinnen (38,1 %) erhielten eine Behandlung für psychische Erkrankungen. Nach 4 Wochen berichteten 81 % von verbesserter physischer Gesundheit und 76 % bemerkten soziale Verbesserungen. Alle Teilnehmer (100 %) berichteten, dass die Kurse einen positiven Einfluss auf ihre mentale Gesundheit und ihr Wohlbefinden hatten und äußerten, dass sie sich verbundener, weniger ängstlich, weniger unsicher, glücklicher und entspannter fühlten. Schlussfolgerungen: Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine kurze Serie von Bauchtanzkursen das Selbstvertrauen, die soziale Verbundenheit sowie die allgemeine mentale und physische Gesundheit steigern kann. Bauchtanz könnte ein neuartiger Ansatz sein, um Herausforderungen wie soziale Isolation, Selbststigmatisierung und Inaktivität bei Menschen mit psychischen Erkrankungen zu begegnen.
Valuri et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.