Key points are not available for this paper at this time.
Die Anwesenheit von nicht-simultanen Maskierern kann zu starken Beeinträchtigungen der auditorischen Intensitätsauflösung im Vergleich zu einer Bedingung ohne Maskierer führen und verursacht ein komplexes Muster von Effekten, das auf Basis der peripheren Verarbeitung schwer zu erklären ist. Wir schlagen vor, dass das Versagen der selektiven Aufmerksamkeit auf die Zieltonhöhen ein nützliches Konzept zum Verständnis dieser Effekte darstellt. Zwei Experimente testeten die Hypothese, dass die sequentielle Gruppierung der Zieltöne und Maskierer in separate auditive Objekte die selektive Aufmerksamkeit erleichtert und somit die durch den Maskierer induzierte Beeinträchtigung der Intensitätsauflösung verringert. In Experiment 1 wurde eine Bedingung, die die Verarbeitung von Maskierern und Zieltönen aufgrund der Gruppierung nach zeitlicher Nähe begünstigte, mit dem üblichen Forward-Masking-Setting kontrastiert, bei dem Maskierer und Zielton innerhalb jedes Beobachtungsintervalls der Zwei-Intervall-Aufgabe erwartet werden, zusammen gruppiert zu werden. Wie erwartet ergab die erste Bedingung eine signifikant geringere durch den Maskierer induzierte Erhöhung der Intensitätsunterschiedsschwellen (DLs). In Experiment 2 führte das Einbetten der Zieltöne in eine isochrone Sequenz von Maskierern zu einer signifikant geringeren DL-Erhöhung als Kontrollbedingungen, die die Wahrnehmung der Maskierer als separaten auditiven Strom nicht begünstigten. Die beobachteten Effekte der Gruppierung stimmen mit der Annahme überein, dass eine präzise Darstellung der Zielintensität in der Entscheidungsphase verfügbar ist, dass diese Information jedoch aufgrund von Einschränkungen der selektiven Aufmerksamkeit nur suboptimal genutzt wird. Die Daten können innerhalb eines Rahmens objektbasierter Aufmerksamkeit erklärt werden. Die Ergebnisse setzen Einschränkungen für physiologische Modelle der Intensitätsdiskriminierung. Wir diskutieren potenzielle Strukturen für physiologische Korrelate der psychophysischen Daten.
Oberfeld et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.