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ZIEL: Beschreibung kognitiver Funktionen und funktioneller Ergebnisse bei jungen Patienten mit isolierten infratentorialen Infarkten. HINTERGRUND: Zeitgenössisches Wissen deutet auf einen Beitrag des Kleinhirns zu kognitivem Verhalten hin. Die neuropsychologische Untersuchung von Patienten mit selektiven Kleinhirnläsionen bietet die Möglichkeit, das Vorhandensein und die Art klinisch relevanter kognitiver Manifestationen von Läsionen des Kleinhirns zu dokumentieren. METHODEN: Prospektive Fallserie. Die Patienten wurden akut und 4 sowie 12 Monate nach dem Beginn bewertet. Vierundzwanzig Patienten aus einer aufeinander folgenden Serie von 105 Patienten im Alter von 18 bis 44 Jahren mit zerebralen Infarkten hatten einen Schlaganfall im Hirnstamm oder eine Kleinhirninfarkte. Vierzehn altersangepasste Kontrollen wurden für neuropsychologische Vergleiche verwendet. Die Bewertung umfasste MRT, Angiographie und transösophageale Echokardiographie. Behinderung und neurologische Funktionsstörungen wurden anhand der modifizierten Rankin-Skala, der NIH-Schlaganfall-Skala und der maximalen Arbeitskapazität bewertet. Ein umfassendes neuropsychologisches Testset wurde zu Beginn bei 20 der 24 Patienten durchgeführt. ERGEBNISSE: Achtzehn Patienten hatten einen Kleinhirninfarkt. Zwei Patienten hatten laterale medulläre Infarkte und zwei isolierte pontine Infarkte. Zweiundzwanzig Patienten hatten ein günstiges Ergebnis gemäß der modifizierten Rankin-Skala (Grad 0-2) und der NIH-Skala. Im Gegensatz dazu erhielten 12 Patienten beim Follow-up nach 4 Monaten voll oder teilweise krankheitsbedingten Urlaub, und 10 Patienten nach 12 Monaten. Die Patienten schnitten generell schlechter ab als die Kontrollen in verschiedenen Aspekten der kognitiven Funktion, insbesondere bei Aufgaben zur Arbeitsgedächtnis, der temporären Speicherung komplexer Informationen und der kognitiven Flexibilität. Die Maße des verbalen IQ (r = -0.74) und des Performanz-IQ (r = -0.78) standen im Zusammenhang mit der Größe des Infarkts. Die Leistung im Blockdesign-Aufgaben im frühen Zeitraum nach dem Schlaganfall sagte die maximale Arbeitskapazität nach 12 Monaten voraus. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Kleinhirnschäden beeinträchtigen zentrale Aspekte der Aufmerksamkeit und der visuospatialen Fähigkeiten. Im Gegensatz dazu bleiben Intelligenz und episodisches Gedächtnis unverändert. Wenn die Läsion große Teile der Kleinhirnhemisphären umfasst, können Veränderungen in Bezug auf breitere Bereiche der Intelligenz auftreten. Die Prognose ist günstig für neurologische Funktionsstörungen, aber kognitive Defizite können eine Rückkehr zur Arbeit verhindern.
Malm et al. (Sa,) haben diese Frage untersucht.
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