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Die Organismen, die den menschlichen Körper über ein Leben lang besiedeln, sind vielfältig, umfangreich und gewaltig. Ein erheblicher Teil der Mikrobiota, die dieses menschliche Mikrobiom bildet, lebt in unseren Mundhöhlen, größtenteils als harmonische Begleiter, die nur sporadische Erkrankungen verursachen. Ein wichtiger Kernbestandteil des Mikrobioms ist das Mycobiom, das verschiedene Pilzgattungen repräsentiert. Bis vor kurzem dachte man, dass nur wenige Pilzarten, hauptsächlich Candida-Arten, das menschliche orale Mycobiom bilden. Die Gründe dafür sind vielfältig, obwohl die nicht kultivierbare Natur vieler Pilze in herkömmlichen Labormedien und ihre komplexe genetische Zusammensetzung anscheinend die Hauptfaktoren sind, die über die Jahre zu ihrer Entdeckung führten. Dennoch haben jüngste Fortschritte in der Computertechnik und Hochdurchsatz-Sequenzierung, wie z. B. Next-Generation Sequencing (NGS)-Plattformen, uns einen panoramischen Blick auf eine völlig neue Welt von Pilzen, die menschliche orale Mitbewohner sind, ermöglicht. Ihre Vielfalt ist verwirrend, und ihre Funktionalität gilt es noch zu entschlüsseln. Hier geben wir einen Einblick in das, was derzeit über das orale Mycobiom in Gesundheit und Krankheit bekannt ist, mit einigen zukünftigen Perspektiven.
Bandara et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.