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Die zutiefst kluge Natur von James Madisons Staatsführung wurde häufig erwähnt, aber nie ausreichend erforscht. Klugheit bedeutete für Madison, dass eine Person imperfekte (sogar schlechte) Politiken unterstützen sollte, wenn diese die bestmöglichen waren – eine Sichtweise, die die Bewertung von Madisons Gedanken kompliziert und erheblichen Raum zwischen Prinzip und Handlung lässt. Daher widerstand Madison der sofortigen Emanzipation nicht aus Zweifel an den antisklavereilichen Prinzipien, sondern weil er glaubte, dass es weder der Gesellschaft noch den neu befreiten Sklaven praktisch zugutekommen würde. Madisons kluge Perspektive ist von besonderer Relevanz für die Bewertung seines Verfassungsverständnisses. Madisons Kampf für die proportionale Vertretung auf dem Verfassungskonvent – häufig als ideologisch bedingter Misserfolg einer klugen Vision dargestellt – war ein sorgfältig kalkuliertes Manöver, um die Union zu erhalten. Von noch größerem Interesse ist Madisons Bereitschaft, das Prinzip für das größere Wohl zu übergehen, die sich auch auf eines seiner grundlegendsten Prinzipien erstreckte – dass verfassungsrechtliche Grenzen der Regierung respektiert werden müssen.
Jonathan Ashbach (Di.) hat diese Frage untersucht.
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