Was ist ein fürsorglicher Staat? Das Konzept des fürsorglichen Staates wurde in einer aufkommenden feministischen und politischen Theorieliteratur diskutiert (Chatzidakis et al. 2020; Daly, 1998; Engster 2007; Kim 2018; Vabø und Szebehely 2012). Oft als konkrete Verwirklichung des nordischen Wohlfahrtsstaatsideal betrachtet, wird ein fürsorglicher Staat als solcher verstanden, der Pflege bietet, die universell, großzügig, von guter Qualität, zugänglich, bezahlbar, flexibel und von (fast) allen genutzt wird (Vabø und Szebehely 2012). Diese Definition enthält zwei zentrale Elemente: steuerfinanzierte, universelle Pflege, die für alle vulnerablen Gruppen zugänglich ist, einschließlich Vorschulkindern, Kranken, Benachteiligten sowie gebrechlichen und älteren Menschen; und qualitativ hochwertige Pflege, die von professionell geschulten Pflegekräften durchgeführt — und sichergestellt — wird (Dahl 2010; Dahl und Rasmussen 2012). Die nordischen Länder haben einen fürsorglichen Staat gefördert, indem sie Pflege in ein soziales Recht verwandelt haben, das auf einem dualen Arbeitnehmer-‘dual’ Pflegekräfte-Modell basiert. Dieses Modell sieht eine Kombination aus vollzeitbeschäftigter Arbeit mit Pflegeaufgaben vor, sowohl in der Mutterschaft als auch, wenn eigene gebrechliche, ältere Eltern Pflege benötigen. Das Ideal des fürsorglichen Staates versteht somit Pflegegerechtigkeit als zweifach: ein Recht auf Pflege durch öffentliche Bereitstellung von Dienstleistungen und ein Anliegen für die Arbeitsbedingungen, die Ausbildung und die Anerkennung von Pflegekräften.
Hanne Marlene Dahl (Mon,) untersuchte diese Frage.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: