Key points are not available for this paper at this time.
Wir haben die Ergebnisse bei dreiundachtzig Patienten (fünfundneunzig Knie) ausgewertet, die eine hohe tibiale Osteotomie wegen entweder uniportaler Arthrose oder Osteonekrose erhalten hatten. Die Operationen wurden zwischen 1965 und 1976 durchgeführt. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 8,9 Jahre (Bereich, fünf bis fünfzehn Jahre). Die frühen Ergebnisse waren vielversprechend: nach zwei Jahren hatten 97 Prozent und nach fünf Jahren 85 Prozent der Knie entweder ein ausgezeichnetes oder gutes Ergebnis. Bei der nachfolgenden Nachbeobachtung hatten jedoch nur sechzig Knie (63 Prozent) ein ausgezeichnetes oder gutes Ergebnis, und bei den übrigen hatte sich wiederkehrender Schmerz entwickelt. Zweiundzwanzig Knie (23 Prozent) wurden aufgrund von Schmerzen in eine totale Kniearthroplastik überführt. Die durch die Osteotomie erzielte Ausrichtung war für das langfristige Ergebnis nicht so entscheidend, wie wir zuvor geglaubt hatten. Obwohl bei mehr als einem Viertel der Knie eine wiederkehrende Varusdeformität beobachtet wurde, war dies nicht unbedingt mit einem unbefriedigenden Ergebnis verbunden. Der Faktor Zeit war der wichtigste für die Ergebnisbestimmung, da nur fünfzehn (37 Prozent) der Knie, die mehr als neun Jahre nachbeobachtet wurden, schmerzfrei waren. Wir glauben jetzt, dass die totale Kniearthroplastik eine geeignetere Operation für Patienten über sechzig Jahre ist und dass die hohe tibiale Osteotomie für Patienten reserviert werden sollte, die einen anstrengenden Beruf haben oder die weiterhin an sportlichen Aktivitäten teilnehmen möchten.
Insall et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.