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Obwohl Scham eine wesentliche Rolle im psychosozialen Funktionieren und in der Entwicklung spielt, wird sie auch mit mehreren psychischen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, wie beispielsweise Depressionen, suizidalem Verhalten und posttraumatischer Belastungsstörung. Angesichts der potenziell lähmenden Auswirkungen von Scham auf die Anpassung ist ein Verständnis von Resilienz im Angesicht dieser Emotion von entscheidender Bedeutung. Ziel dieser Studie war es, zu untersuchen, wie Erwachsene von bedeutenden Schamerfahrungen zurückprallen, basierend auf den subjektiven Perspektiven der Teilnehmer. Interviews wurden mit 13 Erwachsenen durchgeführt, die sich an Ereignisse oder Situationen erinnerten, die intensive Schamgefühle hervorriefen. Grounded Theory wurde bei der Sammlung und Analyse der Daten verwendet. In den Ergebnissen wird Scham als ein Übergriff auf das Selbst betrachtet, bei dem das Selbstkonzept, die soziale Verbindung und das Gefühl von Macht und Kontrolle des Individuums angegriffen werden. Individuen erholen sich von dieser Widrigkeit durch einen Prozess der Selbstrekonstruktion. Dieser Prozess wird durch die Kernkategorie Wiederaufbau des Selbst und durch fünf miteinander verbundene Subkategorien dargestellt, einschließlich Verknüpfung, Neuausrichtung, Akzeptanz, Verständnis und Widerstand. Implikationen für die Beratung und Ansätze für weitere Forschung werden erörtert.
K. Jessica Van Vliet (Di,) untersuchte diese Frage.
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