Hintergrund: Langfristige psychologische Komplikationen von ECMO wurden berichtet, und aktuelle nationale Richtlinien besagen, dass Patienten auf Intensivstationen Zugang zu Psychologen haben sollten; dies ist jedoch nicht in allen Intensivstationen verfügbar. Dieses Projekt basiert auf einer kardiothorakalen Intensivstation (CTCCU) eines Krankenhauses im Nordwesten Englands, das derzeit keinen Psychologen hat. Daher war das Ziel dieses Projekts, die psychologischen Bedürfnisse von ECMO-Patienten zu identifizieren. Ein sekundäres Ziel war es, eine ECMO-spezifische Gruppenintervention zu entwickeln und zu testen. Methoden: Die Prävalenz psychischer Gesundheitsprobleme bei ECMO-Patienten wurde anhand von Daten zu Ergebnismessungen untersucht, die 6 Wochen nach der Entlassung ausgefüllt wurden. Patienten wurden über ihre Erfahrungen mit ECMO befragt, und Themen wurden mithilfe einer thematischen Analyse identifiziert. Basierend auf diesen Themen wurde eine Pilotgruppe von 6 Wochen entwickelt, und quantitative sowie qualitative Ergebnisse wurden erfasst. Ergebnisse: Die Analyse der HADS nach der Ent discharge ergab, dass 50 % der Patienten im klinisch signifikanten Bereich für Angst und 37 % für Depressionen lagen. Patiententhemen umfassten das Gefühl der Ohnmacht, Isolation und Ängste um ‚was ist normal?‘. Die ECMO-Gruppe wurde von den Patienten gut angenommen, mit dem Feedback, dass sie sich ‚gesehen und gehört‘ fühlten. Trotz der kleinen Stichprobengröße zeigte die Gruppe positive Ergebnisdaten, mit einem Rückgang der Angstsymptome um 66 % und eines Rückgangs der Depressionssymptome um 78 %. Schlussfolgerungen: Dieses Projekt hob die signifikanten psychischen Belastungen für ECMO-Patienten hervor. Positive psychologische Ergebnisse wurden aus der ECMO-Gruppe erzielt, und es wurde empfohlen, Psychologen in die CTCCU einzubetten, um das posttraumatische Wachstum der Patienten zu fördern.
Butt et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.