Es ist seit über einem Jahrhundert bekannt, dass die Größe des Zellkerns allgemein mit der Zellgröße skaliert, und Abweichungen in der nukleären Morphologie wurden lange Zeit für die Krankheitdiagnose und Prognose verwendet, insbesondere bei Krebs. In den letzten Jahrzehnten wurde ein umfangreicher Katalog von Aktivitäten und Proteinen identifiziert, die die Größe des Zellkerns beeinflussen. Dennoch bleiben grundlegende Fragen zu den physikalischen Mechanismen, die das nukleäre Wachstum und die Größe steuern, sowie zu deren Regulierung durch bekannte Effekte der nukleären Morphologie bestehen. Studien haben begonnen, die Kräfte zu beleuchten, die auf und innerhalb von Zellen wirken, sowie die biophysikalischen Eigenschaften des Cytoplasmas und Nukleoplasmas, und bieten neue Erkenntnisse, die direkt die Mechanismen der Regulierung der Kerngröße informiert oder auf neue Mechanismen hindeuten, die auf experimentelle Tests warten. In diesem Überblick konzentrieren wir uns auf aktuelle Studien zur Regulierung der Kerngröße, mit einem Schwerpunkt darauf, wie die Größe des Zellkerns mit der Zellgröße skaliert und welche Rolle die biophysikalischen Eigenschaften der Zelle, die nukleare Mechanik und das Chromatin bei der nukleären Skalierung spielen. Wir diskutieren auch, wie Interorganellenkontakte und neuartige nukleare Strukturen die Kerngröße beeinflussen könnten, neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Kerngröße und Krankheiten, sowie kürzlich entwickelte experimentelle Systeme und Ansätze, die verwendet werden könnten, um bestehende Fragen auf diesem Gebiet zu adressieren.
Prabha et al. (2026) haben diese Frage untersucht.