Zusammenfassung. Die globale Governance-Architektur, die aus der Verwüstung des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) hervorgegangen ist, befindet sich derzeit in ihrer tiefsten Krise. Dies zeigt sich in der zunehmenden Lähmung internationaler Organisationen, die Schwierigkeiten haben, dringende transnationale Herausforderungen durch internationales Recht anzugehen. Stattdessen ist der Einsatz von Gewalt erneut zum dominanten Werkzeug geworden, mit dem die mächtigsten Staaten ihre strategischen Interessen verfolgen. Globale Governance, geprägt von den Grundsätzen des politischen Realismus, perpetuiert eine signifikante Entwicklungsdifferenz zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden und vertieft somit Ungleichheiten und geopolitische Instabilität. Im Zentrum dieser Krise steht das Versagen globaler Institutionen, eine wahrhaft inklusive und friedliche internationale Ordnung zu fördern. Die kantianische Vision des ewigen und universalen Friedens ist heute in einer postkolonialen, globalisierten und multipolaren Welt relevanter denn je. Diese Studie argumentiert, dass ein neues Modell der globalen Governance notwendig ist – eines, das von den Prinzipien des Ubuntu inspiriert ist, die Toleranz, Interdependenz und Gegenseitigkeit zwischen Zivilisationen betonen. Eine Weltregierung, die auf diesen ethischen Grundlagen beruht, würde einen gerechteren und kooperativeren Rahmen für die Gestaltung universeller öffentlicher Politiken bieten, die nachhaltigen Frieden und gerechte Entwicklung fördern.
Lembe Tiky (Thu,) hat diese Frage untersucht.