Hintergrund: Mangelernährung ist bei akuten und kritischen Erkrankungen häufig, aber ihre klinischen Korrelate und prognostische Relevanz bei schwerer Pneumonie sind unvollständig charakterisiert. Diese Studie untersuchte Faktoren, die mit Mangelernährung bei der Aufnahme assoziiert sind, sowie deren Zusammenhang mit kurzfristigen Ergebnissen bei Patienten mit schwerer Pneumonie. Methoden: In dieser retrospektiven Kohortenstudie wurden Erwachsene mit schwerer Pneumonie, die zwischen Januar 2021 und Dezember 2024 behandelt wurden, nacheinander eingeschlossen. Mangelernährung bei der Aufnahme wurde unter Verwendung des Global Leadership Initiative on Malnutrition (GLIM)-Rahmenwerks definiert. Univariable und multivariable logistische Regressionsanalysen wurden verwendet, um Faktoren zu identifizieren, die mit Mangelernährung assoziiert sind. Logistische Regression und Cox-Proportional-Hazards-Modelle wurden verwendet, um den Zusammenhang zwischen Mangelernährung und klinischen Ergebnissen zu untersuchen. Vorgegebene Subgruppen- und Sensitivitätsanalysen wurden durchgeführt. Ergebnisse: Von 211 geeigneten Patienten wurden 59 (28,0%) bei der Aufnahme als mangelernährt eingestuft. Mangelernährte Patienten hatten ein ungünstigeres Aufnahmeprofil, einschließlich einer höheren Komorbiditätslast, schwereren entzündlichen und respiratorischen Anomalien sowie einer höheren Schwere der Erkrankung. In der multivariablen Analyse waren ein niedrigerer Body-Mass-Index, ein niedrigerer Serum-Albuminwert, ein höheres Procalcitonin, ein höherer Acute Physiology and Chronic Health Evaluation II (APACHE II)-Score, Herzinsuffizienz und chronische Nierenerkrankung unabhängig mit Mangelernährung assoziiert. Mangelernährung war auch mit weniger günstigen kurzfristigen Ergebnissen assoziiert, einschließlich höherer In-Hospital- und 28-Tage-Mortalität, größerer Nutzungsrate auf der Intensivstation, längerer Hospitalisierung und höheren Krankenhauskosten. Nach Anpassung an wesentliche klinische Störfaktoren blieb Mangelernährung signifikant mit Mortalitätsendpunkten, der Aufnahme auf der Intensivstation (ICU), invasiver mechanischer Beatmung und einer niedrigeren Sterberate verbunden. Diese Ergebnisse waren in den Subgruppen- und Sensitivitätsanalysen richtungsweisend konsistent. Schlussfolgerungen: Nach GLIM definierte Mangelernährung war häufig bei schwerer Pneumonie und war mit einem ungünstigen klinischen Profil und weniger günstigen kurzfristigen Ergebnissen assoziiert. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Mangelernährung einen klinisch relevanten Marker für Verletzlichkeit in dieser Population darstellen könnte.
Qin et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.