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Östrogen hat wichtige modulierende Effekte auf Autoimmunerkrankungen. Frühere Studien, sowohl bei Menschen als auch in experimentellen Modellen, haben überzeugend nahegelegt, dass Östrogen die Lupus-Erkrankung verstärkt und die Produktion von Autoantikörpern bei Lupus erhöht. Ein allgemeiner Effekt von Östrogen zur Stimulierung von Autoimmunerkrankungen passt jedoch nicht zu den jüngsten Erkenntnissen bei rheumatoider Arthritis beim Menschen und in bestimmten experimentellen Autoimmunmodellen. Hier wird gezeigt, dass die Östrogentherapie die Entwicklung der durch Typ-II-Kollagen induzierten Arthritis bei Mäusen und Ratten unterdrückt, die ein T-Zell-abhängiges experimentelles Modell für die menschliche RA darstellt. Die durch Östrogen vermittelten Effekte sind bei physiologischen Konzentrationen erreichbar und sowohl Inzidenz als auch Schwere der Erkrankung können unterdrückt werden. Es wird gezeigt, dass Östrogen einen dualistischen Effekt auf das Immunsystem hat, indem es antigen-spezifische T-Zell-abhängige Immunreaktionen unterdrückt, während es die B-Zell-Aktivitäten erhöht. Aus diesen Gründen schlagen wir vor, Autoimmunerkrankungen in zwei Gruppen zu unterteilen, eine, in der Östrogen den Krankheitsverlauf beschleunigt und eine andere, in der Östrogen vorteilhaft ist.
Holmdahl et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.