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Kürzlich wurden verschiedene genetische Defekte der Immunität, die durch Interferon Gamma (IFN-gamma) vermittelt werden, beschrieben, einschließlich Mutationen im IFN-gamma-Rezeptor 1 (IFN-gammaR1) und Rezeptor 2 (IFN-gammaR2), Signaltransduktor und Aktivator der Transkription 1 (STAT 1) sowie in den Genen des Interleukin 12-Rezeptors beta 1 (IL-12Rbeta1) und IL-12 p40. Diese Mutationen stehen im Zusammenhang mit dem Auftreten schwerer Infektionen mit intrazellulären Pathogenen, insbesondere mit nichttuberkulösen Mykobakterien und impfassoziierten Bacillen des Calmette-Guérin (BCG). Hier berichten wir über Daten eines zuvor gesunden Erwachsenen, der hauptsächlich mit schweren Infektionen durch Burkholderia cocovenenans und anschließend durch Mycobacterium cheloneae präsentiert wurde. Wir fanden eine starke hemmende anti-IFN-gamma-Aktivität im Plasma des Patienten und identifizierten ein hochaffines neutralisierendes anti-IFN-gamma-Autoantikörper. Leider starb der Patient aufgrund schwerer Sepsis, bevor wir die Natur der hemmenden Aktivität kannten. Der Einsatz alternativer therapeutischer Ansätze wie intravenöse Immunglobuline oder Immunadsorption hätte in diesem Fall möglicherweise von Vorteil sein können. Das Screening auf neutralisierende anti-IFN-gamma-Autoantikörper sollte die Tests auf IFN-gamma- und IL-12-Signalwegdefekte bei Patienten mit wiederkehrenden Infektionen durch intrazelluläre Pathogene, insbesondere mit nichttuberkulösen Mykobakterien, ergänzen.
Höflich et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.