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Die dreidimensionale (3-D) Architektur der starren Mehrphasen-Netzwerke, die in den Gusslegierungen AlSi10Cu5Ni1 und AlSi10Cu5Ni2 im gegossenen Zustand und nach 4 Stunden Sphäroidisierungsbehandlung vorhanden sind, wird durch Synchrotron-Tomographie hinsichtlich des Volumenanteils an starren Phasen, Interkonnektivität, Kontiguität und Morphologie charakterisiert. Die Architektur beider Legierungen besteht aus einer α-Al-Matrix und einem starren langreichweitigen 3-D-Netzwerk von Al(7)Cu(4)Ni, Al(4)Cu(2)Mg(8)Si(7), Al(2)Cu, Al(15)Si(2)(FeMn)(3) und AlSiFeNiCu-Aluminiden sowie Si. Die untersuchten architektonischen Parameter beider Legierungen sind mit der Festigkeit bei Raumtemperatur und bei hohen Temperaturen (300 °C) als Funktion der Lösungsglühzeit korreliert. Die Legierungen AlSi10Cu5Ni1 und AlSi10Cu5Ni2 verhalten sich wie Metallmatrixverbundwerkstoffe mit 16 bzw. 20 Vol.% Verstärkung. Beide Legierungen weisen im gegossenen Zustand ähnliche Festigkeiten auf, aber die AlSi10Cu5Ni2-Legierung kann nach mehr als 4 Stunden Sphäroidisierungsbehandlung eine ca. 15 % höhere Hochtemperaturfestigkeit als die AlSi10Cu5Ni1-Legierung beibehalten. Dies ist auf die Erhaltung der 3-D-Interkonnektivität und der Morphologie des starren Netzwerks zurückzuführen, die durch den höheren Grad an Kontiguität zwischen den Aluminiden und Si gesteuert wird.
Asghar et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.