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WAS BEKANNT IST UND ZIEL: Midodrin, ein oral verfügbarer α1-Agonist, der zur Behandlung der orthostatischen Hypotonie angezeigt ist, wurde in unserer Einrichtung als begleitende Therapie eingesetzt, um hämodynamische Unterstützung zu bieten und die intravenöse (IV) Ausschleusung von Vasopressoren zu erleichtern. Es liegen nur begrenzte veröffentlichten Daten für diesen Off-Label-Gebrauch vor; daher war das Ziel dieser Studie, die Ergebnisse bei Patienten zu bewerten, die Midodrin zur IV-Ausschleusung von Vasopressoren erhielten, im Vergleich zu Kontrollpatienten. METHODEN: Dieser retrospektive Vergleich umfasste erwachsene ICU-Patienten, die von Januar 2007 bis März 2012 in unsere Einrichtung aufgenommen wurden. Das primäre Ergebnis war die Zeit bis zur Einstellung der IV-Vasopressoren nach Beginn der Midodrin-Behandlung. Sekundäre Ergebnisse umfassten einen Vergleich zwischen Midodrin- und Kontrollpatienten hinsichtlich der Zeit von der Einstellung der IV-Vasopressoren bis zur Entlassung aus der ICU, die Dauer des Krankenhausaufenthalts und der ICU-Aufenthalt (LOS) sowie die Anzahl der Wiederaufnahmen auf der ICU. ERGEBNISSE UND DISKUSSION: Die Analyse umfasste 188 Patienten (94 Midodrin und 94 Kontrolle). Die Patienten stellten die IV-Vasopressoren median 1,2 Tage (IQR 0,5-2,8) nach Beginn der Midodrin-Behandlung ein. Die Entlassung aus der ICU erfolgte früher nach der Einstellung der IV-Vasopressoren (0,8 vs. 1,5 Tage, P = 0,01), und 96% der Patienten blieben nach der Midodrin-Behandlung ohne IV-Vasopressoren. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts war bei Midodrin-Patienten länger (P < 0,01), aber es gab keine Unterschiede in der ICU-Dauer oder bei Wiederaufnahmen. Die Raten unerwünschter Ereignisse nach der Verwendung von Midodrin waren mit denen in anderen Studien übereinstimmend. WAS NEU IST UND FAZIT: Midodrin kann als nützliche Ergänzung zur Ausschleusung von IV-Vasopressoren bei schwer ausschleusbaren Patienten dienen. Weitere Studien sind erforderlich, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Midodrin für diese Indikation zu bewerten.
Poveromo et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.