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Aufgrund der zunehmenden antimikrobiellen Resistenz und des Mangels an neuen Antibiotika besteht ein wachsender Bedarf, die Anwendung von alten und neuen Antibiotika zu optimieren. Die Modellierung der pharmakokinetisch/pharmakodynamischen (PK/PD) Eigenschaften von Antibiotika kann die Optimierung von Dosierungsschemata unterstützen. Die antimikrobielle Wirksamkeit wird durch die Empfindlichkeit des Medikaments gegenüber dem Mikroorganismus und die Exposition gegenüber dem Medikament bestimmt, die von der PK und der Dosis abhängt. Population-PK-Modelle beschreiben die Beziehungen zwischen den Patientenmerkmalen und der Arzneimittelexposition. In diesem Artikel werden drei klinische Anwendungen dieser Modelle für Antibiotika hervorgehoben: 1) Dosierungsbewertung von alten Antibiotika, 2) Festlegung klinischer Grenzwerte und 3) Individualisierung der Dosierung unter Verwendung von therapeutischem Drug Monitoring (TDM). Für jede klinische Anwendung werden Herausforderungen bei der Interpretation diskutiert. Eine wichtige Herausforderung besteht darin, das Verständnis der Interpretation von Modellierungsergebnissen zu verbessern, um die guten Implementierungen der Dosierungsempfehlungen, klinischen Grenzwerte und TDM-Ratschläge zu gewährleisten. Daher werden auch Hintergrundinformationen zu PK/PD-Prinzipien und Ansätzen zur Analyse von PK/PD-Daten bereitgestellt.
Velde et al. (Sa.,) haben diese Frage untersucht.