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Mangelernährung ist weit verbreitet bei älteren Menschen und stellt ein bedeutendes geriatrisches Syndrom mit multifaktorieller Ätiologie und schwerwiegenden Folgen für die Gesundheitsresultate und Lebensqualität dar. Ziel dieses Papiers ist es, aktuelle Ansätze und Evidenz zur Behandlung von Mangelernährung zu beschreiben und relevante Wissenslücken hervorzuheben, die geschlossen werden müssen. Neu veröffentlichte Richtlinien der European Society for Clinical Nutrition and Metabolism (ESPEN) bieten eine Zusammenfassung der verfügbaren Evidenz und heben die Vielzahl verschiedener Maßnahmen hervor, die ergriffen werden können – von der Identifizierung und Beseitigung möglicher Ursachen bis hin zur enteralen und parenteralen Ernährung, abhängig von den Fähigkeiten und Bedürfnissen des Patienten. Mehr als die Hälfte der Empfehlungen basiert jedoch auf Expertenkonsens aufgrund eines Mangels an Evidenz, und nur drei betreffen patientenzentrierte Ergebnisse. Zukünftige Forschungen sollten die Ätiologie der Mangelernährung weiter klären und die relevantesten Ursachen identifizieren, um Mangelernährung zu verhindern. Aufgrund begrenzter und teilweise widersprüchlicher Evidenz und der Einschränkungen bestehender Studien bleibt unklar, welche Interventionen in welchen Patientengruppen am effektivsten sind und ob spezifische Situationen, Krankheiten oder Ätiologien der Mangelernährung spezifische Ansätze erfordern. Patientenrelevante Ergebnisse wie Funktionalität und Lebensqualität benötigen mehr Aufmerksamkeit, und die Forschungsmethodologie sollte harmonisiert werden, um die Vergleichbarkeit von Studien zu ermöglichen.
Volkert et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.