Das Management von Blutungskomplikationen bei antikoagulierten Patienten umfasst Standardroutinen und für schwere Fälle die Umkehrung der Antikoagulantienwirkung unter Verwendung spezifischer Antidote oder unspezifischer Unterstützung.
Überblick
Wie sollten Blutungskomplikationen behandelt und die Antikoagulantienwirkungen bei Patienten unter Antikoagulationstherapie umgekehrt werden?
Diese Überprüfung bietet einen umfassenden Überblick über das Management von Blutungskomplikationen und die Umkehrung verschiedener Antikoagulationstherapien in Notfallsituationen.
Die Antikoagulationstherapie wird oft aus Angst vor hämorrhagischen Komplikationen unterlassen. Die häufigste Art von schwerer Blutung sind gastrointestinal, aber eine intrakranielle Blutung hat die schlechteste Prognose. Das Management dieser Komplikationen bei Patienten unter Antikoagulanzien sollte denselben Routinen folgen wie bei nicht antikoagulierten Patienten, wie hier mit den zuvor genannten Blutungen als Beispiele beschrieben. Darüber hinaus ist bei lebensbedrohlichen oder massiven Blutungen die Umkehrung der Antikoagulantienwirkung ebenfalls entscheidend. Eine angemessene Umkehrung erfordert Informationen darüber, welches Antikoagulans der Patient eingenommen hat und wann die letzte Dosis eingenommen wurde. Laboruntersuchungen können in gewissem Maße hilfreich sein, jedoch nicht für alle Antikoagulanzien im Notfall. Dies wird hier für die verschiedenen Arten von Antikoagulanzien überprüft: Vitamin-K-Antagonisten, Heparine, Fondaparinux, Thrombin-Inhibitoren und Faktor-Xa-Inhibitoren. Spezifische Antidote für Letztere werden zunehmend verfügbar, aber die unterstützende Therapie und unspezifische Unterstützung für die Hämostase mit antifibrinolytischen Mitteln oder Prothrombinkomplexkonzentraten, die weit verbreitet sind, sollten im Hinterkopf behalten werden.
Piran et al. (Mon,) führten einen Überblick über Blutungskomplikationen bei Patienten unter Antikoagulationstherapie durch. Das Management und die Umkehrung der Antikoagulationstherapie wurden bewertet. Das Management von Blutungskomplikationen bei antikoagulierten Patienten umfasst Standardroutinen und, für schwere Fälle, die Umkehrung der Antikoagulantienwirkung unter Verwendung spezifischer Antidote oder unspezifischer Unterstützung.