Zusammenfassung Unter Erwachsenen, die Cannabis konsumieren, entwickeln 20–33% eine Cannabiskonsumstörung (CUD). Depressive Störungen treten häufig zusammen mit Cannabiskonsum auf und gelten als potenzielle Risikofaktoren für CUD. Dennoch bleibt die Evidenz zur quantitativen Risikobewertung über die Zeit hinweg begrenzt, insbesondere innerhalb soziodemografischer Gruppen. Mittels national repräsentativer Daten aus der National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions-III (2012–2013; n = 11,272) untersuchten wir Erwachsene mit lebenslangem Cannabiskonsum. Diskrete Überlebensanalysen und Fehlerdiagramme bewerteten die Wahrscheinlichkeit, DSM-5 CUD ab dem Zeitpunkt des Cannabiskonsums zu entwickeln, indem wir Personen mit und ohne bereits bestehende depressive Störungen verglichen. Die Analysen wurden nach Geschlecht und anderen soziodemografischen Merkmalen stratifiziert. Erwachsene mit bereits bestehenden depressiven Störungen hatten ein um 58% höheres Risiko, CUD zu entwickeln (p < .0001) und zeigten durchgängig eine höhere kumulative Wahrscheinlichkeit über die Zeit hinweg. Ein erhöhtes Risiko wurde auch bei Männern, jüngeren Erwachsenen und Schulabsolventen beobachtet. Bereits bestehende depressive Störungen erhöhen das Risiko für CUD erheblich und unterstützen gezielte Präventionsmaßnahmen.
Gliksberg et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.
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