Key points are not available for this paper at this time.
HINTERGRUND UND STUDIENZIELE: Obwohl die eosinophile Ösophagitis in den letzten Jahren zunehmend diagnostiziert wurde, ist wenig über diese Erkrankung bekannt. In dieser Studie wurden Symptome, begleitende allergische Erkrankungen und endoskopische Befunde bei 117 Patienten mit eosinophiler Ösophagitis retrospektiv analysiert. PATIENTEN UND METHODEN: Die Ärzte, die die 117 Patienten (mittleres Alter 42,2 Jahre; 9 Kinder, 108 Erwachsene; männliche Patienten 71,8 %) mit der histologischen Diagnose einer eosinophilen Ösophagitis behandelt hatten, wurden gebeten, Daten zu Symptomen, begleitenden allergischen Erkrankungen und endoskopischen Befunden bereitzustellen. ERGEBNISSE: Bei 82,2 % der Patienten traten die Symptome im Erwachsenenalter auf, vorwiegend im Alter zwischen 21 und 30 Jahren. Die durchschnittliche Symptomdauer bis zur endgültigen Diagnose einer eosinophilen Ösophagitis betrug 4,2 Jahre (Spanne 0–44 Jahre). Das häufigste Symptom war Dysphagie (70,1 %), gefolgt von Sodbrennen (47 %), Brustschmerzen (29 %), epigastrischen Schmerzen (29 %) und einer Kombination aus Dysphagie und Sodbrennen (29 %). Allergische Erkrankungen wurden bei 48,7 % unserer Patienten beobachtet. Die häufigsten endoskopischen Befunde waren stippchenartige Exsudate (25,6 %), lineare Fissuren (25,6 %) und Rötungen (25,6 %), gefolgt von Ringen (18,8 %) und Strikturen (16,2 %) des Ösophagus. Die Ösophagusschleimhaut wurde bei 24,8 % der Patienten als "normal" eingestuft. SCHLUSSFOLGERUNG: Eine Dysphagie im zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt kann auf eine eosinophile Ösophagitis hinweisen. Die Symptome einer eosinophilen Ösophagitis können von denen einer gastroösophagealen Refluxkrankheit nicht zu unterscheiden sein. Das endoskopische Erscheinungsbild ist nicht spezifisch. An mehreren Stellen der Ösophagusschleimhaut entnommene Biopsien sind für die Diagnose einer eosinophilen Ösophagitis unerlässlich.
Müller et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.