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Die WHO hat die intrinsische Kapazität (IC) als das Zusammenwirken aller physischen und psychischen Fähigkeiten eines Individuums definiert, die fünf Unterdomänen abdecken: Kognition, Fortbewegung, Sensorik, Vitalität und Psychologie. Trotz dieser allgemein akzeptierten Definition ist das konzeptionelle und messmethodische Modell der IC unklar, was eine standardisierte Operabilisierung des Konstrukts erschwert. Wir führten eine Scoping-Überprüfung durch, um einen umfassenden Überblick darüber zu geben, inwieweit die aktuelle Literatur zur IC den konzeptionellen Rahmen und das Messmodell der IC als reflexiv oder formativ behandelt und annimmt. Für die Aufnahme berücksichtigten wir alle Arten von Artikeln, die in begutachteten Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, mit Ausnahme von Protokollartikeln. Eine systematische Suche in 6 Datenbanken aus verschiedenen Disziplinen führte zur Aufnahme von 31 Artikeln. Wir fanden Inkonsistenzen und Lücken in den Beschreibungen der IC. Die meisten Artikel definierten das Messmodell nicht. In den konzeptionellen Hintergrund- und Validierungsartikeln identifizierten wir Beschreibungen sowohl reflexiver als auch formativer Messmodelle, während in empirischen Studien, die IC-Messungen anwenden, die zugrunde liegenden Annahmen weitgehend unklar blieben. Die Definition eines Messmodells ist nicht nur eine theoretische Angelegenheit, sondern beeinflusst die Operabilisierung und die Validierungsprozesse des Konstrukts. Diese Studie stellte Fragen zu den grundlegendsten Merkmalen des IC-Konstrukts und diskutiert, ob IC als latenter Trait aller Fähigkeiten (reflexives Konstrukt) oder als aggregierte Zusammenfassungsmaßnahme der Unterdomänenfähigkeiten (formatives Konstrukt) betrachtet werden sollte.
Koivunen et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.
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