Perfektionismus am Arbeitsplatz ist weit verbreitet, und es gibt eine anhaltende Debatte über seine Beziehung zur Arbeitsleistung. Während die neuesten meta-analytischen Beweise darauf hindeuten, dass perfektionistische Sorgen nicht mit der Arbeitsleistung zusammenhängen, zeigen perfektionistische Bestrebungen eine positive Assoziation mit der gesamten Arbeitsleistung. Um mit den theoretischen Entwicklungen in der Perfektionismusforschung Schritt zu halten, stützt sich die vorliegende Studie auf das Modell des Exzellenzialismus und Perfektionismus, um eine differenziertere Perspektive darauf zu bieten, wie perfektionistische Bestrebungen sowohl mit in-role (Zielverwirklichung, in-role Verhalten) als auch mit extra-role Leistung (organisationales Bürgerverhalten gegenüber anderen, innovatives Arbeitsverhalten) zusammenhängen. Multiple Regressionsanalysen basierend auf Daten einer Zweiwellenumfrage (N = 223) zeigten, dass Exzellenzialismus einzigartig positiv mit Zielverwirklichung, in-role Verhalten und dem gegenüber anderen gerichteten organisationalen Bürgerverhalten korrelierte. Im Gegensatz dazu zeigte Perfektionismus nur eine einzigartige positive Beziehung zu innovativem Arbeitsverhalten. Diese Erkenntnisse verdeutlichen die Bedeutung der Unterscheidung zwischen Exzellenzialismus und Perfektionismus sowie zwischen in-role und extra-role Leistung bei der Untersuchung der Beziehung zwischen Perfektionismus und Arbeitsleistung. Während sie darauf hinweisen, dass Perfektionismus für innovatives Arbeitsverhalten von Vorteil sein kann, werfen sie auch weitere Zweifel an seinen Vorteilen für andere Arten von Arbeitsleistung auf.
Kleszewski et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.
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