Bodenverschmutzung stellt eine wachsende, aber oft übersehene Bedrohung für die globale öffentliche Gesundheit dar. Diese Studie untersucht 3000 gesundheitsbezogene Fälle von Bodenverunreinigung auf sechs Kontinenten, um die räumlichen, demografischen und systemischen Muster der Krankheitsseverity und Exposition zu analysieren. Durch die Integration der Umweltgerechtigkeitstheorie und der Risikogesellschaftstheorie zeigt die Analyse, dass Bodenverschmutzung marginalisierte Bevölkerungsgruppen, insbesondere Kinder und ältere Menschen, unverhältnismäßig betrifft, unabhängig von den Konzentrationsniveaus der Schadstoffe oder sichtbaren industriellen Aktivitäten. Die Ergebnisse betonen die Rolle unsichtbarer, historisch eingebetteter Risiken, die der regulatorischen Aufsicht entgehen und gering regulierte und einkommensschwache Regionen unverhältnismäßig beeinträchtigen. Darüber hinaus wird aufgedeckt, dass traditionelle Sanierungs- und Regulierungsstrategien allein nicht ausreichen, um die kumulative und komplexe Natur von gesundheitsbedingten Bedrohungen durch Bodenverunreinigung anzugehen. Gemeinschaftsbasierte Sensibilisierungsprogramme und partizipative Governance treten als kritische Komponenten effektiver Interventionen hervor. Diese Forschung trägt zum interdisziplinären Verständnis der Umweltgesundheit bei, indem sie Bodenverschmutzung sowohl als sozio-politisches als auch als wissenschaftliches Problem positioniert, das adaptive politische Mechanismen erfordert, die Gleichheit, Transparenz und transnationale Verantwortung priorisieren. Letztendlich fordert die Studie eine Neudefinition von Umwelt-Risikoframeworks, die sich von der Expositionskontrolle zu gerechten, gemeinschaftsorientierten Lösungen bewegt.
Çelik et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.