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Einführung: Topisches Losartan hat sich als vielversprechende therapeutische Option zur Verhinderung und Behandlung von hornhautnarbiger Fibrose herausgestellt. Sein Wirkmechanismus umfasst die Hemmung der ERK-vermittelten Signalübertragung in den nichtkanonischen TGF-beta-Wegen, was die Apoptose von Myofibroblasten fördert und die Rückkehr der Hornhauttransparenz erleichtert. Während zahlreiche Studien an Kaninchen und mehrere menschliche Fallberichte seine Wirksamkeit und Sicherheit gezeigt haben, sind veröffentlichte Daten zu seiner Anwendung in klinischen Szenarien begrenzt. Diese Studie präsentiert 3 Fälle, in denen topisches Losartan erfolgreich hornhautnarbige Veränderungen behandelt hat, die durch eine Herpes-simplex-Virus- (HSV) oder Varizella-Zoster-Virus- (VZV) Keratitis verursacht wurden. Fallpräsentationen: Drei Patienten (Alter 40, 38, 15 Jahre) mit hornhautnarbigen Veränderungen und Sehverlust durch HSV- oder VZV-Keratitis wurden mit topischem 0,8 mg/ml Losartan 6-mal täglich über 4-9 Monate behandelt, abhängig vom klinischen Verlauf, nach Versagen der traditionellen Behandlung mit Kortikosteroiden. Die beste sehverbessernde Brillenkorrektur und die Hornhauttrübung beim Spaltlampenuntersuchung verbesserten sich in jedem Fall. Die OCT des vorderen Segments dokumentierte eine verbesserte stromale Opazität in einem Fall. Schlussfolgerungen: Topisches Losartan, ein bekannter Inhibitor der fibrotischen TGF-beta-Signalübertragung, stellt möglicherweise eine wirksame Alternative zur Behandlung von stromaler Narbenfibrose dar, die durch Hornhautinfektionen mit HSV und VZV verursacht wird. Patienten mit durch HSV- oder VZV-Keratitis induzierten hornhautnarbigen Veränderungen könnten ideale Kandidaten für geplante klinische Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit der topischen Losartan-Behandlung sein.
Dutra et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.