Key points are not available for this paper at this time.
Geschlechtsunterschiede im mittleren arteriellen Druck (MAP) werden in vielen experimentellen Modellen der Hypertonie berichtet und auf das gonadale Geschlecht zurückgeführt, basierend auf Studien, die zeigen, dass Gonadektomie und hormonelle Ersatztherapie den MAP beeinflussen. Die Interpretation dieser Studien wurde jedoch durch Unterschiede im Geschlechtschromosomenkomplement (XX versus XY) kompliziert. Um das Geschlechtschromosomenkomplement unabhängig vom gonadalen Geschlecht zu untersuchen, verwendeten wir das 4-Core-Genotyp-Mausmodell, bei dem das gonadale Geschlecht vom Geschlechtschromosomenkomplement getrennt ist und Vergleiche zwischen XX- und XY-Weibchen sowie XX- und XY-Männchen ermöglicht. Wir fanden heraus, dass im gonadektomierten (GDX) 4-Core-Genotyp der MAP nach 2 Wochen Angiotensin-II-Infusion (200 ng/kg pro Minute) bei XX höher war als bei XY (MAP in Millimeter Quecksilber: GDX-XX-Weibchen, 148+/-4.5; GDX-XY-Weibchen, 133+/-4.4; GDX-XX-Männchen, 149+/-9.4; GDX-XY-Männchen, 138+/-5.5; P<0.03, XX versus XY; n=8 bis 9 pro Gruppe). Im Gegensatz dazu wurden keine Effekte der Geschlechtschromosomen auf die Herzfrequenz, das Körpergewicht oder das Plasma-Angiotensin II 2 Wochen nach der Angiotensin-II-Infusion festgestellt. Diese Studie legt nahe, dass zusätzlich zu den Effekten der gonadalen Hormone auf den Blutdruck X- oder Y-gebundene Gene, elterliches Imprinting oder X-Mosaizismus zu Geschlechtsunterschieden in der Hypertonie beitragen. Darüber hinaus deutet das Ergebnis, dass der MAP bei XX-Mäusen im Vergleich zu XY-Mäusen im GDX-Zustand höher war, darauf hin, dass nachteilige Effekte der Geschlechtschromosomen, die innerhalb des XX-Geschlechtschromosomenkomplements kodiert sind, zur Hypertonie bei Frauen mit Hormondefizit der Eierstöcke beitragen könnten, wie zum Beispiel bei postmenopausalen Frauen und Frauen mit vorzeitiger Eierstockinsuffizienz.
Ji et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.