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Die neonatale Spätsepsis (LOS) stellt weiterhin eine Bedrohung für Morbidität und Mortalität in der NICU dar und bringt anhaltende diagnostische und therapeutische Herausforderungen mit sich. Eine frühe Erkennung klinischer Anzeichen, schnelle Bewertung und zügige Einleitung der Behandlung sind entscheidend, um lebensbedrohliche Verschlechterungen zu verhindern. Frühgeborene Säuglinge, die in immer kürzeren Schwangerschaftswochen geboren werden, haben ein besonders hohes Risiko für lebenslange Morbiditäten und Tod. Diese sich ändernde NICU-Population erfordert kontinuierliche Neubewertungen von diagnostischen und präventiven Maßnahmen sowie evidenzbasierter Behandlung von LOS. Die klinische Präsentation von LOS ist vielfältig und unspezifisch. Trotz laufender Forschung fehlen verlässliche, spezifische Laborbiomarker, die eine frühe Diagnose erleichtern. Diese Einschränkungen führen zu einer anhaltenden Praxis der liberalen Einleitung empirischer Antibiotika bei Säuglingen mit Verdacht auf LOS. Die folgende Förderung multidrug-resistenter Mikroorganismen gefährdet die Zukunft der antimikrobiellen Therapie und setzt frühgeborene sowie chronisch kranke Säuglinge einem noch höheren Risiko für nosokomiale Infektionen aus. Bemühungen zur Identifizierung ergänzender Therapien, die der sepsisbedingten Hyperinflammation und der sepsisbedingten funktionellen Immunsuppression entgegenwirken, sind im Gange. Allerdings haben die meisten Ansätze entweder nicht zur Verbesserung der Prognose von LOS beigetragen oder sind noch nicht zur klinischen Anwendung bereit. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die Epidemiologie, Risikofaktoren, diagnostischen Werkzeuge und Behandlungsoptionen von LOS im Kontext der steigenden Zahl extrem frühgeborener Säuglinge. Er geht der Frage nach, ob LOS früher und präziser erkannt werden könnte, um eine frühere und gezieltere Therapie zu ermöglichen, und diskutiert rationale Ansätze zur Antibiotikatherapie, um Übergebrauch zu vermeiden. Schließlich verdeutlicht dieser Überblick die Notwendigkeit einer langfristigen Nachverfolgung von Säuglingen mit einer Geschichte von LOS.
Coggins et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.