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HINTERGRUND: Eine zunehmende Anzahl von Studien hat gezeigt, dass postoperative Komplikationen ein negativer Prädiktor für langfristige Überlebensresultate bei verschiedenen Malignomen sind. Der Einfluss des Schweregrads von Komplikationen auf das langfristige Überleben von Patienten mit Magenkrebs bleibt jedoch unklar. Diese Studie hatte zum Ziel, die Beziehung zwischen dem Schweregrad von Komplikationen und den langfristigen Überlebensresultaten nach laparoskopischer totaler Gastrektomie (LTG) bei fortgeschrittenem Magenkrebs (AGC) zu untersuchen. METHODEN: Die Studie analysierte 571 Patienten mit AGC, die zwischen April 2008 und Juni 2015 an einer einzelnen Institution LTG durchlaufen hatten. Die Patienten wurden in zwei Gruppen eingeteilt, basierend auf dem Auftreten oder Fehlen von postoperativen Komplikationen, die mithilfe der Clavien-Dindo (C-D)-Klassifikation erfasst wurden. Die langfristigen Überlebensresultate wurden zwischen den Gruppen in der propensitätsbewerteten Kohorte verglichen. ERGEBNISSE: Die Gruppen waren nach der Propensitätsbewertung gut ausgewogen. Die Komplikationsgruppe (C) war mit einer verringerten 5-Jahres-Krebs-spezifischen Überlebensrate (CSS) assoziiert (65,1 % vs. 76,2 %, P=0,049). Subgruppenanalysen zeigten, dass die Gruppe mit schweren Komplikationen (C-D-Grad > II) mit einer verringerten 5-Jahres-Gesamtüberlebensrate (OS) assoziiert war (46,3 % vs. 65,9 %, P = 0,042) und Krebs-spezifischen Überlebensrate (CSS) (53,7 % vs. 74,4 %, P = 0,030). Eine vergleichende Analyse der 5-Jahres-OS und CCS zeigte jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen der Gruppe mit geringfügigen Komplikationen (C-D-Grad II) und der abgestimmten NC-Gruppe (68,9 % vs. 72,2 %, P = 0,578; 75,6 % vs. 77,8 %, P = 0,649; jeweils). Eine multivariate Analyse bestätigte, dass schwere Komplikationen ein unabhängiger Risikofaktor für verringertes OS waren. Weitere Analysen zeigten, dass höheres Alter, niedrigerer Body-Mass-Index (BMI) und kombinierte Resektion unabhängige Risikofaktoren für das Auftreten schwerer Komplikationen waren. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Schwere Komplikationen hatten nach LTG mit D2-Lymphknotenexstirpation für AGC negative Auswirkungen auf die langfristigen Überlebensresultate. Patienten mit hohem Risiko für schwere Komplikationen sollte in der präoperativen Bewertung und postoperativen Betreuung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Li et al. (2018) haben diese Frage untersucht.