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ZUSAMMENFASSUNG Globale Seismizitätsmodelle bieten wissenschaftliche Hypothesen über die Rate, den Standort und die Magnitude zukünftiger Erdbeben, die weltweit auftreten können. Angesichts der zufälligen Variabilität der Erdbebenaktivität und epistemischer Unsicherheiten in der seismischen Vorhersage kann die Richtigkeit dieser Hypothesen erst nach der prospektiven Evaluierung der Vorhersagen bestätigt oder verworfen werden. In dieser Studie präsentieren wir die Konstruktion und Testergebnisse von zwei aktualisierten globalen Erdbebenmodellen, die darauf abzielen, mittlere Schätzungen der oberflächennahen (d ≤ 70 km) Seismizität für die Bewertung seismischer Gefahren bereitzustellen. Diese Ansätze, die als Tectonic Earthquake Activity Model (TEAM) und World Hybrid Earthquake Estimates based on Likelihood scores (WHEEL) Modell bezeichnet werden, verwenden die Subduction Megathrust Earthquake Rate Forecast (SMERF2), ein Erdbebenratenmodell für Subduktionszonen, das durch geodätische Dehnungsmaße und Erdbeben-Kataloginformationen eingeschränkt ist. Somit erfassen diese globalen Ensemble-Seismizitätsmodelle zwei unabhängige Komponenten, die für die langfristige Erdbebenprognose notwendig sind, nämlich die interseismische Krusten-Dehnungskumulierung und die plötzliche Stressfreisetzung der Lithosphäre. Der Kalibrierungszeitraum für TEAM und WHEEL reicht vom 1. Januar 1977 bis zum 31. Dezember 2013. Dementsprechend nutzen wir Erdbeben mit m ≥ 5.95, die im Zeitraum 2014–2019 aufgezeichnet wurden, um die Prognosefähigkeiten dieser Erdbebenmodelle pseudo-prospektiv zu evaluieren und ihre Leistungen statistisch mit denen des Global Earthquake Activity Rate (GEAR1) Modells zu vergleichen. Infolgedessen sind GEAR1 und WHEEL die informativsten globalen Seismizitätsmodelle während des pseudo-prospektiven Testzeitraums, da beide mit den höchsten Informationswerten unter allen Teilnehmer-Erdbebenratenprognosen eingestuft werden. Dennoch sind weitere prospektive Evaluierungen erforderlich, um die Fähigkeiten dieser globalen Ensemble-Seismizitätsmodelle zur Vorhersage langfristiger Erdbebenaktivität genauer zu bewerten.
Bayona et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.
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