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Der grundlegendste Aspekt der Gesichtswahrnehmung besteht einfach darin, die Anwesenheit eines Gesichts zu erkennen, was die Extraktion von Merkmalen erfordert, die es mit anderen Gesichtern gemeinsam hat. Putativ wird dies durch das Abgleichen von hochdimensionalen Sinneseingaben mit internen Gesichtsvorlagen verursacht, was durch eine von oben nach unten vermittelte Kopplung zwischen präfrontalen Regionen und Gehirnarealen im okzipito-temporalen Kortex („Kernsystem der Gesichtswahrnehmung“) erreicht wird. Illusorische Gesichtserkennung Aufgaben können verwendet werden, um diese von oben nach unten gerichteten Einflüsse zu untersuchen. In der vorliegenden funktionellen Magnetresonanztomographie-Studie haben wir gezeigt, dass die illusorische Gesichtsperzeption, ebenso wie reale Gesichter, das Kernsystem aktivierte, allerdings mit atypischer links-lateralisierung des okzipitalen Gesichtsbereichs. Das Kernsystem war mit zwei unterschiedlichen Gehirnregionen im lateralen präfrontalen Kortex (unterer frontaler Gyrus, IFG) und orbitofrontalen Kortex (OFC) gekoppelt. Eine Analyse des dynamischen kausalen Modells (DCM) ergab, dass die Aktivität im Kernsystem während der illusorischen Gesichtserkennung durch einen modulierten, gesichtsspezifischen Einfluss des IFG hochreguliert wurde, nicht wie zuvor angenommen durch das OFC. Basierend auf diesen Erkenntnissen waren wir in der Lage, das bislang umfassendste neuroanatomische Rahmenwerk der illusorischen Gesichtserkennung zu entwickeln.
Thome et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.
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