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ZIELE: Das Ziel dieser Übersicht ist es, die miteinander verbundenen Wege der Mikrobiota-Darm-Hirn-Achse (MGBA) zu untersuchen, wobei der Fokus auf den Rollen des Vagusnervs und des glucagonähnlichen Peptids-1 bei der Appetitkontrolle und der Entwicklung von Fettleibigkeit und Diabetes liegt. METHODEN: Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) und Fettleibigkeit sind Stoffwechselstörungen, deren Prävalenz in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen hat und die voraussichtlich jedes Jahr auf pandemische Ausmaße zunehmen werden. Diese beiden Pathologien treten häufig gemeinsam auf und haben erhebliche gesundheitliche Auswirkungen. Der Begriff „Diabesity“ beschreibt die pathophysiologische Verbindung zwischen Übergewicht und T2DM. Die Darmmikrobiota beeinflusst viele Aspekte des Wirts. Neben der Regulierung der intestinalen Funktionen und der Aktivierung immunologischer Antworten spielt die Darmmikrobiota eine Rolle bei den Funktionen des zentralen Nervensystems (d.h. Stimmung und psychiatrische Erkrankungen, die mit Stress und Gedächtnis in Verbindung stehen) und ist ein zentraler Regulator des Stoffwechsels und des Appetits. ERGEBNISSE: Die MGBA umfasst Wege wie die autonomischen und enteralen Nervensysteme, die hypothalamisch-hypophysär-nebennieren Achse, das Immunsystem, enteroendokrine Zellen und mikrobielle Metaboliten. Bemerkenswert ist, dass der Vagusnerv eine wesentliche Rolle im Essverhalten spielt, indem er den Appetit moduliert und Ernährungspräferenzen erlernt. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Aufgrund seiner über enteroendokrine Zellen vermittelten Interaktion mit der Darmmikrobiota könnte der Vagusnerv einen potenziellen Weg bieten, durch den Darmmikroben das Fressverhalten des Wirts und die metabolische Kontrolle physiologischer und pathologischer Zustände beeinflussen.
Longo et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.