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In den letzten zehn Jahren wurden weltweit Inzidenzen von Myopathien wie White Striping (WS), Woody Breast (WB) und Spaghetti Meat (SP) in Brustfleisch von jungen Broilern beobachtet. Einige Branchenberichte deuten auf eine WB-Häufigkeit von bis zu 20 % bei schnell wachsenden schweren Broilern (~4,0 kg) hin, was allein für die US-Industrie geschätzte Kosten von über 500 Millionen US-Dollar pro Jahr bedeutet, wobei die tatsächlichen Zahlen möglicherweise wesentlich höher sind. Die Proportionen und die Schwere der Anomalie scheinen flockenabhängig zu sein und hängen mit Faktoren wie Genetik, Ernährung (z. B. Proteingehalt während der Wachstumsphase), Wachstumsrate, Aktivität der Vögel in jungen Jahren, plötzlichen Aktivitätsausbrüchen, Anzahl der embryonalen Stammzellen und Stammmmanagement zusammen. Diese drei Myopathien können zusammen oder einzeln auftreten, scheinen jedoch miteinander verbunden zu sein. Bei der Verarbeitung von Fleisch stellen diese Myopathien Qualitätsprobleme dar (festes Fleisch und/oder geringere Wasserbindung, Ästhetik), jedoch kein Problematik der Lebensmittelsicherheit. Die Geflügelindustrie konzentriert sich nun darauf, Wege zu finden, um das Auftreten dieser Myopathien zu reduzieren oder zu beseitigen. In letzter Zeit wurden einige Verbesserungen erzielt, da man mehr über die Wechselwirkungen zwischen Umwelt- und Managementfaktoren (z. B. Ernährung) erfährt, und einige Produzenten setzen bereits neue Verfahren um. Züchtungsprogramme zeigen erste Fortschritte und sollen helfen, WB (geschätzt 10 % der Vögel pro Jahr) zu reduzieren und in Zukunft weitere Lösungen zu bieten.
Shai Barbut (Tue,) hat diese Frage untersucht.
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