Die Anwesenheit von Hohlräumen in der Nähe der Oberfläche stellt ein erhebliches geotechnisches Risiko dar, da sie zu möglichem Bodenabsacken und strukturellem Zusammenbruch führen können. Um Bedrohungen für die städtische Stabilität zu mindern, präsentiert diese Studie einen integrierten geophysikalischen Rahmen zur Lokalisierung und Charakterisierung abandonierter Bergbau-Galerien und Abbauräume in der Nähe von Linares (Jaén, Spanien). Der Ansatz kombiniert vier komplementäre Techniken: elektrische Widerstandstomografie (ERT), Bodenradar (GPR), Elektromagnetik im Frequenzbereich (FDEM) und Mikrogravimetrie. Die resultierenden multiphysikalischen Antworten wurden mit sichtbaren Oberflächenmerkmalen des Absackens und Archiv-Bergbauplänen abgeglichen. Luftgefüllte Galerien und Schächte erzeugten stark ausgeprägte Hochwiderstandsanomalien. Flache Hohlräume, die in Tiefen von 2–5 m erkannt wurden, waren in Bergbaumaps des 19. Jahrhunderts nicht dokumentiert, was auf ältere historische Ursprünge hindeutet, während tiefere ERT-Profile und strukturelle Störungstrends (bis zu 30 m) gut mit historischen Aufzeichnungen übereinstimmten. In diesem Rahmen lieferte FDEM hochauflösende laterale Karten, GPR war hervorragend bei der Auflösung ultra-flacher struktureller Grenzen, und ERT charakterisierte tiefe Galeriennetzwerke. Entscheidend war, dass die Mikrogravimetrie die Nicht-Eindeutigkeit der Inversion minderte, indem sie physikalische Massendefizite über den Anomalien direkt bestätigte. Dieser integrierte Workflow überwindet die individuellen Auflösungsgrenzen und bietet ein praktisches Werkzeug für die Flächennutzungsplanung und frühe geotechnische Risikoabschätzungen in zusammenbruchgefährdeten Gebieten.
Rey et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.
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