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HINTERGRUND: Hemmungs- und Aufmerksamkeitsdefizite wurden als gemeinsame Probleme bei Störungen des störenden Verhaltens vorgeschlagen. Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Patienten mit Störung des Sozialverhaltens (CD) zeigen Defizite in Aufgaben zur Aufmerksamkeitsallokation und Hemmungsinhibition. Allerdings wurde die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI) zur Hemmungs- und Aufmerksamkeitskontrolle bisher nur bei Patienten mit ADHS untersucht, einschließlich Komorbidität mit CD, wobei fronto-striatale und temporo-parietale Dysfunktionen festgestellt wurden. Diese Studie untersucht Unterschiede und Gemeinsamkeiten in funktionellen neuronalen Netzwerken, die die Hemmungsinhibition und Aufmerksamkeitsallokation zwischen medikamenten-naiven Kindern und Jugendlichen mit reinem CD und solchen mit reinem ADHD vermitteln. METHODEN: Event-bezogene fMRI wurde verwendet, um die Gehirnaktivierung von 13 Jungen mit nicht-komorbidem CD, 20 Jungen mit nicht-komorbidem ADHD und 20 gesunden Vergleichsjungen während einer Simon-Aufgabe zu vergleichen, die die Hemmungsinhibition misst und die Aufmerksamkeitsallokation kontrolliert und somit die Hemmungsinhibition und selektiven Aufmerksamkeitsnetzwerke erfasst. ERGEBNISSE: Während der Hemmungsinhibition zeigten beide Patientengruppen im Vergleich zu den Kontrollen eine reduzierte Aktivierung im rechten superioren Temporallappen und überwiegend im rechten Precuneus. Während der Oddball-Bedingung zeigten beide Patientengruppen im Vergleich zu gesunden Kontrollkindern eine reduzierte Aktivierung im rechten medialen präfrontalen Lappen. Allerdings zeigte lediglich die ADHS-Gruppe eine störungsspezifische Unteraktivierung im Vergleich zu den beiden anderen Gruppen in einem ausgedehnten Aktivierungscluster im linken inferioren präfrontalen Kortex. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Studie zeigt eine gemeinsame Dysfunktion beider Patientengruppen in den rechtshämisphärischen temporalen und parietalen Hirnregionen während der Hemmungsinhibition und im rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex während der Aufmerksamkeitsallokation. Eine ventrolaterale präfrontale Dysfunktion hingegen war spezifisch für ADHS und wurde im Kontext der Aufmerksamkeitsallokation nicht bei Patienten mit CD beobachtet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die typischerweise reduzierte funktionelle Aktivierung bei Patienten mit ADHS im ventrolateralen präfrontalen Kortex möglicherweise spezifisch für die Störung ist, zumindest im Vergleich zu Patienten mit CD.
Rubia et al. (2009) studied this question.
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