In dieser Perspektive plädieren wir für einen sozialen, multi-affektiven, kontextualisierten Ansatz zu Emotionen in der Umweltkommunikation und weichen von der Beobachtung ab, dass das Feld Emotionen oft als Werkzeuge für den Wandel betrachtet hat. Um instrumentelle Ansätze zu ergänzen, betonen wir, wie die Umweltkommunikation als wissenschaftliches Feld von einem situativen und kontextualisierten Ansatz zu Emotionen profitieren kann, und übernehmen eine breitere Perspektive auf Emotionen, die anerkennt, dass alle Emotionen gültig sind. Anhand von Beispielen aus Kunst, Aktivismus, Wissenschaftskommunikation sowie kultureller und psychologischer Forschung illustrieren wir einen vielschichtigen Ansatz zu Emotionen, der soziale Aspekte der Emotionen, ihre Pluralität, Machtdimensionen und ihre Rolle bei der Sinnbildung umfasst. Während die Forschung zum Nutzen von Emotionen weiterhin wichtig bleibt, erfordert die Komplexität der Emotionen unterschiedliche analytische Aufmerksamkeit, die sozial-, kultur- und kontextbezogene Ansätze umfassender einbezieht.
Graminius et al. (2026) untersuchten diese Frage.