Eine Überprüfung der wichtigsten Richtlinien zu Vorhofflimmern ergab signifikante Unterschiede in der Qualität der Evidenz und der Stärke der Empfehlungen für langfristige Managementstrategien.
Überprüfung
Das American College of Cardiology (ACC), die American Heart Association (AHA) und die European Society of Cardiology (ESC) berichteten 2001 über gemeinsame Richtlinien zu Vorhofflimmern (AF) und einer überarbeiteten Version im Jahr 2006. 2010 wurden neue Richtlinien zu AF von der ESC veröffentlicht, und 2011 von der American College of Cardiology Foundation (ACCF)/AHA/Heart Rhythm Society (HRS) sowie von der Canadian Cardiac Society (CCS). Fokussierte Aktualisierungen sind auch kürzlich erschienen. Wir haben diese drei Sets von AF-Richtlinien überprüft und ihre Bewertungsysteme sowie ihre Empfehlungen zu vier wesentlichen Aspekten des AF-Managements (d.h. langfristige Strategie zur Frequenzkontrolle, langfristige Rhythmuskontrollstrategie, orale Antikoagulation und AF-Katheterablation) verglichen. Es wurden signifikante Unterschiede zwischen den Richtlinien in der Qualität der Evidenz oder dem Evidenzniveau sowie in der Stärke der Empfehlungen festgestellt. Der Einsatz neuer Antikoagulanzien und neuer antiarrhythmischer Medikation wird auch im Lichte aktueller Studienergebnisse diskutiert. Ob die Vielzahl von Richtlinien und Unterschiede in den Empfehlungen deren Umsetzung in der klinischen Praxis beeinflussen, bleibt zu beurteilen.
Samuel Lévy (2013) führte eine Überprüfung zu Vorhofflimmern durch. Die Richtlinien zu Vorhofflimmern wurden bewertet. Eine Überprüfung der wichtigsten Richtlinien zu Vorhofflimmern ergab signifikante Unterschiede in der Qualität der Evidenz und der Stärke der Empfehlungen für langfristige Managementstrategien.