Verbessert der transkatheter Aortenklappenersatz die Hämodynamik bei einem hochriskanten Patienten mit schwerer bikuspider Aortenstenose?
TAVR kann erfolgreich durchgeführt werden und die Hämodynamik bei hochriskanten Patienten mit schwerer bikuspider Aortenstenose verbessern, obwohl Herausforderungen wie ungleichmäßige Klappenexpansion bestehen bleiben.
Eine erfolgreiche Implantation einer transkatheter Aortenklappe wurde bei einer hochriskanten 85-jährigen Patientin mit schwerer symptomatischer Stenose einer bikuspiden Aortenklappe (BAV) Panel A und engen Läsionen in der linken anterioren absteigenden Arterie (LAD) sowie der zirkumflexen Arterie (LCx) durchgeführt. Bis vor kurzem war BAV ein Ausschlusskriterium für den transkatheter Aortenklappenersatz (TAVR). Aufgrund eines EuroSCORE von 43,6% schloss das Herzteam die Patientin von einer chirurgischen Aortenklappenreparatur aus. Vier Wochen nach erfolgreicher Stent-Angioplastie der LAD und LCx wurde ein CoreValve™ 29 mm (Medtronic) durch die rechte Femoralarterie implantiert. Die Nachuntersuchungs-Echokardiographie zeigte signifikante Verbesserungen im Spitzengradienten von 81 mm Hg auf 34 mm Hg, im Mittelgradienten von 44 mm Hg auf 16 mm Hg, in der Klappenfläche von 0,5 cm² auf 1,3 cm², in der Auswurffraktion des linken Ventrikels von 29% auf 50% und im systolischen Druck der Pulmonalarterie von 65 mm Hg auf 39 mm Hg. Trotz dieser Ergebnisse zeigte die CT-Angiographie (Panel B) und das angiographische Bild (Panel C, D) eine ungleichmäßige Erweiterung der Klappe. Es bleibt umstritten, ob eine Nachdilatation helfen würde, ein „freundlicheres“ Bild zu erzielen und, was am wichtigsten ist, eine größere Klappenfläche zu erreichen. Ebenso könnte die Anwendung von hohem Druck möglicherweise eine Bedrohung der aortalen Ringunterbrechung darstellen, insbesondere in Bereichen mit massiven Verkalkungen. Dieser Fall veranschaulicht, wie entscheidend es ist, Richtlinien für die TVAR-Technik bei Patienten mit BAS zu etablieren. Berichte wie der oben genannte tragen zur Diskussion über die Verwendung eines angemessenen Ansatzes für einen sicheren und effizienten TVAR bei BAS sowie in anderen neuen potenziellen Indikationen bei.
Kochman et al. (2011) haben diese Frage untersucht.
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