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Höhere Konzentrationen von Wachstumshemmstoffen, Ancymidol und AMO-1718, waren erforderlich, um das Wurzelwachstum stärker zu unterdrücken als das Hypokotylwachstum bei Salatkeimlingen. Gibberellinsäure (GA3) wirkte der Wirkung dieser Wachstumshemmstoffe entgegen, aber eine vollständige Wiederherstellung des Wurzelwachstums wurde nur in einem engen Bereich von Konzentrationen der Wachstumshemmer erreicht. Eine viel niedrigere Konzentration von GA3 (1 nM) war für die Wiederherstellung des Wurzelwachstums aus der Ancymidol-Unterdrückung erforderlich als für das Hypokotylwachstum (100 μM). GA3 förderte synergistisch das Wurzelwachstum bei moderaten Konzentrationen (10–100 nM) sowohl mit Ancymidol als auch mit AMO-1618. Ancymidol unterdrückte nicht nur die Wurzelelongation, sondern verursachte auch eine Verdickung der Elongationszone der Wurzel, Maßnahmen, die GA3 vollständig aufhob. Mikroskopische Beobachtungen zeigten, dass diese Effekte hauptsächlich auf die laterale Expansion und Verkürzung von epidermalen und kortikalen Zellen zurückzuführen waren. Die Wachstumsdynamik der Wurzeln, die von einem computerregulierten Rhizometer aufgezeichnet wurde, zeigte, dass die Verzögerungszeiten sowohl der Wachstumsunterdrückung durch Ancymidol als auch der Wachstumswiederherstellung durch GA3 etwa 4 Stunden betrugen. α-Naphthylessigsäure (NAA) konnte die Unterdrückung des Wurzel- und Hypokotylwachstums durch Ancymidol nicht aufheben. Diese Ergebnisse unterstützen das Konzept, dass Gibberelline eine unverzichtbare Rolle bei der Wurzelelongation in einer extrem niedrigeren Konzentration spielen als bei der Hypokotylelongation.
Eiichi Tanimoto (1987) studierte diese Frage.