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ZIELSETZUNGEN: Diese Studie hatte zum Ziel, die Mundgesundheit und die Prävalenz einer bestehenden oralen Kolonisation mit respiratorischen Pathogenen bei abhängigen älteren Menschen zu bewerten und ob diese Faktoren die Entwicklung von Pneumonie beeinflussen. MATERIALIEN UND METHODEN: Teilnehmer, die in einer Pflegeeinrichtung leben, erhielten Munduntersuchungen am Bett, und Informationen über ihre Mundgesundheit (Kariesstatus, Zahnsteinindex und Schmutzindex) wurden gesammelt. Proben von der Zunge und den Zähnen wurden basierend auf dem Zeitpunkt der Pneumonieentwicklung entnommen. Zum Zeitpunkt der Pneumonie-Diagnose wurde Sputum gesammelt. Die Proben wurden mittels Polymerase-Kettenreaktion auf Haemophilus influenzae, Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus aureus und Streptococcus pneumoniae untersucht. ERGEBNISSE: Dies war eine einjährige longitudinale Studie mit 60 abhängigen älteren Menschen (Durchschnittsalter: 64,2 ± 14,1 Jahre). Siebzehn Patienten (28,3%) entwickelten eine Pneumonie. Der Durchschnittswert der kariösen, fehlenden und gefüllten Zähne sowie des vereinfachten Mundhygieneindex betrugen 22,8 ± 9,2 und 4,0 ± 1,0. Zu Beginn waren 48,3% oral mit ≥1 respiratorischen Pathogenen kolonisiert. Das Vorhandensein von H. influenzae (P = .002) und P. aeruginosa (P = .049) im Sputum war signifikant mit deren Kolonisation auf der Zunge zu Beginn verbunden. In den bivariaten Analysen wurde die Entwicklung von Pneumonie mit der nasogastralen Ernährungssonde (P = .0001), H. influenzae (P = .015) und P. aeruginosa (P = .003) Zungenkolonisation zu Beginn sowie dem Zahnsteinindex (P = .002) assoziiert. Multivariate Analysen zeigten, dass der Zahnsteinindex (P = .09) und das Vorhandensein einer Tracheostomie (P = .037) mit Pneumonie assoziiert waren. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Menge an Zahnstein und die Zungenkolonisation mit respiratorischen Pathogenen sind Risikofaktoren für die Entwicklung von Pneumonie. Mundhygienemaßnahmen zur Entfernung des Zungenbiofilms und des Zahnsteins können die Entwicklung von Pneumonie verringern.
Hong et al. (2017) haben diese Frage untersucht.
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