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Das Thema der Kommunikation zwischen Palliativmedizinern und ihren Patienten bezüglich ihrer Diagnose und Prognose wurde nicht umfassend erforscht. Ziel dieser Umfrage war es, die Einstellungen und Überzeugungen von Palliativmedizinern bezüglich der Kommunikation mit unheilbar Erkrankten in Europa, Südamerika und Kanada zu vergleichen. Eine Stichprobe von Palliativmedizinern aus Südamerika (Argentinien und Brasilien), dem französischsprachigen Europa und Kanada wurde identifiziert und ein Fragebogen wurde versendet. Ärzte, die angaben, mindestens 30 % ihrer Zeit mit Palliativmedizin zu verbringen, wurden als auswertbare Palliativmediziner betrachtet. Von insgesamt 272 Fragebögen wurden 228 zurückgesendet (84 %); und 182/228 (81 %) der Befragten wurden als Palliativmediziner eingestuft. Palliativmediziner in allen drei Regionen waren der Meinung, dass Krebspatienten über ihre Diagnose und die terminale Natur ihrer Erkrankung informiert werden sollten. Die Ärzte berichteten, dass mindestens 60 % ihrer Patienten in 52 % und 24 % der Fälle in Südamerika sowie in 69 % und 38 % der Fälle in Europa über ihre Diagnose und das terminale Stadium ihrer Erkrankung informierten. Alle Ärzte waren sich einig, dass 'Nicht-Wiederbelebungs'-Anordnungen vorhanden sein sollten und in allen Fällen mit dem Patienten besprochen werden sollten. Während 93 % der kanadischen Ärzte angaben, dass mindestens 60 % ihrer Patienten über das terminale Stadium ihrer Erkrankung informiert werden wollten, sagten dies nur 18 % der südamerikanischen und 26 % der europäischen Ärzte (P < 0,001). Ähnliche Ergebnisse wurden erzielt, als die Ärzte nach dem Prozentsatz der Familien gefragt wurden, die möchten, dass die Patienten über das terminale Stadium ihrer Erkrankung informiert werden. Fast alle Ärzte waren sich jedoch einig, dass sie, wenn sie terminalen Krebs hätten, darüber informiert werden möchten. Es gab eine signifikante Assoziation zwischen patientenbasiertem Entscheidungsmanagement und weiblichem Geschlecht (P = 0,007), höherem Alter (P = 0,04) und Ärzten aus Kanada und Südamerika (P < 0,001). Schließlich waren die südamerikanischen Ärzte in ihren täglichen Entscheidungen signifikant eher bereit, Wohltätigkeit und Gerechtigkeit im Vergleich zur Autonomie zu unterstützen. Kanadische Ärzte waren eher bereit, Autonomie im Vergleich zur Wohltätigkeit zu unterstützen. Zusammenfassend deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass es erhebliche regionale Unterschiede in den Einstellungen und Überzeugungen der Ärzte bezüglich der Kommunikation am Lebensende gibt. Es besteht ein dringender Bedarf an weiteren Forschungen zu den Einstellungen und Überzeugungen von Patienten, Familien und Gesundheitsfachleuten in verschiedenen Regionen der Welt.
Bruera et al. (2000) haben diese Frage untersucht.
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