Die CO₂-Bepreisung ist ein zentrales Instrument der europäischen Klimapolitik, ihre Auswirkungen auf strukturelle Veränderungen in der Stromerzeugung sind jedoch weiterhin eine offene empirische Frage. Diese Masterarbeit untersucht, wie das Europäische Emissionshandelssystem (EU ETS) die Zusammensetzung der Stromproduktion in europäischen Ländern im Zeitraum von 1990 bis 2023 beeinflusst hat. Mithilfe eines Difference-in Differences-Ansatzes werden zunächst Basiseffekte der Teilnahme am EU ETS sowie die Plausibilität der Parallel-Trends-Annahme analysiert. Anschließend wird die empirische Strategie erweitert, indem Heterogenität in der vorbestehenden CO₂-Intensität der Stromerzeugung genutzt wird, um unterschiedliche Exposition gegenüber einem gemeinsamen CO₂-Preissignal zu untersuchen. Durch die Einbeziehung aktualisierter Daten, die auch Phase IV des EU ETS abdecken, und die Betonung länderspezifischer Unterschiede in den Ausgangsstrukturen der Stromsysteme leistet die Arbeit einen Beitrag zum Verständnis, wie CO₂-Bepreisung mit nationalen Energiestrukturen interagiert und Anpassungsprozesse im Rahmen der europäischen Energiewende beeinflusst.
Dimitrije Svabic (Thu,) studied this question.